Review: Fifty Shades of Grey hält Einzug in die deutschen Kinos

Am letzten Donnerstag war es endlich soweit: Fifty Shades of Grey hielt Einzug in die deutschen Kinos. Wie bereits erwartet bestand das Publikum bei unserer Vorführung zu 95 Prozent aus weiblichen Fans. Zweieinhalb Jahre mussten die Anhänger nach Buch-Veröffentlichung auf den ersten Streifen um Christian Grey und Anastasia Steele warten.

Hintergrund (Achtung Spoiler): In dem Erotikroman lernt die 21-jährige Studentin Anastasia den 27-jährigen Selfmade-Millionär Christian bei einem Interview für die Studentenzeitung kennen. Beide fühlen sich sehr vom Gegenüber angezogen und kommen sich näher. Doch Christian ist kein gewöhnlicher Mann, er hat eine Vorliebe: harten Sex. Er führt Anastasia in eine sadomasochistische Welt ein, die sie bisher nicht kannte. Dazu gehören nicht nur Fesseln, Peitschen und andere Spielzeuge, sondern auch einige strenge Verhaltensregeln. Unsere Meinung: Der Film wurde dem Buch von Autorin E. L. James getreu umgesetzt und die wichtigsten Szenen sind enthalten. Da die Lektüre aus der Sicht der Protagonistin Anastasia verfasst wurde, erhält man Einblick in ihr Gefühlsleben, dies ist beim Film natürlich nicht gegeben. Es hat uns jedoch an keiner Stelle gefehlt. Bei einigen Szenen musste das Kinopublikum herzhaft lachen, so zum Beispiel als Anastasia und Christian sich im Aufzug leidenschaftlich geküsst haben, einige Personen kurz darauf dazu stiegen und Ana schüchternd und mit zerzausten Haaren drein blickte.
Diese und andere Situationen machen die beiden Hauptcharaktere sehr sympathisch. Entgegen der vorherigen Kritik, dass der Streifen langweilig sei und nicht so viele Sex-Szenen zeige wie es im Buch zu vorzufinden ist finden wir, dass ein gesundes Maß aus Erotik und Storyline vorhanden ist. Würde man jede Szene eins zu eins darstellen, würde der Film seinen Rahmen sprengen. Es wird, wie erwartet, viel nackte Haut gezeigt, jedoch in einem guten Verhältnis, sodass der Film nicht in der „Schmuddel-Ecke“ einzuordnen ist. Mit der Besetzung sind wir sehr zufrieden. Dakota Johnson (Anastasia) und Jamie Dornan (Christian) setzen ihre Rolle sehr überzeugend um. Allerdings kommt Christian Grey im Buch bestimmender und dominanter rüber, als er im Film von Dornan verkörpert wird. Lediglich an die Synchronstimme von Ana muss man sich unserer Meinung nach erst gewöhnen. Sie ist sehr unterschiedlich im Gegensatz zu der Originalstimme von Dakota Johnson.

Soundtrack: Der erste Song, bei dem Ana und Christian eingeführt werden, ist eine Neuversion des bekannten „Put a Spell on you“ von Screamin‘ Jay Hawkins. Für unseren Geschmack etwas zu langsam. Wir hätten uns etwas Dramatisches gewünscht, da es sich bekanntlich um ein Erotik-Drama handelt. Im Verlaufe des Films hören wir „Crazy in Love“ und „Haunted“ von Beyoncé. Die beiden Songs sind uns aus den Trailern bereits bekannt und passen sehr gut zum Film. Der restliche Soundtrack entspricht unserem Geschmack und ist unseres Erachtens passend zu den jeweiligen Szenen ausgewählt.

  • Fifty Shades of Grey:
  • Seit dem 12. Februar in den deutschen Kinos
  • 125 Minuten Spielzeit
  • Ab 16 Jahren
Wir haben bei dem Film keinen Wow-Effekt erlebt, dennoch finden wir, dass er sehr gut umgesetzt wurde und unsere Gemüter an einigen Stellen erheitert hat. Wir freuen uns auf jeden Fall auf Teil zwei!

Ab dem 18. Juni auf DVD und Blu-ray erhältlich.
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