Ehrengäste und ein buntes Programm machen Stimmung auf der „Dokomi“

Restlos ausverkauft war die Anime- und Manga Messe „Dokomi“ an diesem Wochenende in Düsseldorf. Bereits zum siebten Mal trafen sich 17.000 Fans der japanischen Popkultur im Congress Center um sich über Lieblingsserien auszutauschen, an Workshops teilzunehmen oder spannende Bühnenshows zu sehen.

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Selbst gebastelte Accessoires und Taschen wurden gerne gekauft. © Lorraine Dindas

Ab 10 Uhr öffneten sich die Pforten zum Center, schon eine Stunde vorher tummelten sich Cosplayer davor. Mit ihren bunten, meist selbst genähten Kostümen stellen sie Charaktere aus Animes, Mangas und Games dar. Aber nicht nur Figuren aus Japan dienen als Vorlage. Dieses Jahr konnte man auch sehr viele Disney-Figuren bestaunen, darunter Elsa aus „Frozen“, Belle aus „Die Schöne und das Biest“ und Rapunzel aus dem gleichnamigen animierten Film von Walt Disney Pictures.

Neben Ehrengästen wie dem Gitarristen Hizaki und dem Mangaka-Zeichner Martin Geier holte das Fanprojekt SailorMoonGerman, anlässlich zu ihrer Kampagne „Sailor Pride – 20 Jahre Sailor Moon in Deutschland,  die Schauspielerin und Synchronsprecherin Ditte Schupp nach Düsseldorf. Die Stimme der Münchnerin wurde bekannt aus dem Anime „Sailor Moon“, dort sprach sie die Rolle der „Sailor Star Fighter“. Beim Question & Answer Panel löcherten die Anhänger der Kultserie sie mit Fragen zu ihrem Leben, ihren beruflichen Alltag und ihren derzeitigen Arrangements. Als erstes wollte ein Fans wissen, wie sie zum Synchronsprechen gekommen ist. „Eigentlich wollte ich Schauspielerin werden, da man aber anfangs nicht so viel dabei verdient, habe ich angefangen zu synchronisieren.“ Auch berichtete sie, dass sie sich noch an ein Pokémon erinnern kann, welche Sprechrolle sie beim gleichnamigen Anime übernahm: „Das war irg

Sailor Moon-Synchronsprecherin Ditte Schupp (mitte) stand Rede und Antwort. © Lorraine Dindas
Sailor Moon-Synchronsprecherin Ditte Schupp (mitte) stand Rede und Antwort. © Lorraine Dindas

endein Zwiebelgewächs.“ Völlig unerwartet prustet sie los: „Knofensa, Knofensa.“ Die Zuhörer müssen lauthals lachen. Besonders gut an ihrer Sprechrolle der „Sailor Star Fighter“ gefiel ihr, dass es sich um einen androgynen Popstar handelte. „Ich mag Charaktere, die sehr vielseitig sind. So kann man viele verschiedene Facetten der Stimme zeigen“, so Ditte. Gerne würde sie mal Meryl Streep oder Jodie Foster synchronisieren. Im Anschluss verteilte die 48-Jährige fleißig Autogramme und stand für Fotos gerne bereit.

Im großen Händlerraum konnten sich die Otakus (japanische Nerds) Merchandise-Artikel von ihren Lieblingen, Kostüme und Plüschtiere ergattern. Besonders beliebt waren Plüsch-Alpaka, fast jeder Zweite trug ihn stolz mit nach Hause. Viele Figuren wurden in Glaskästen präsentiert und sorgten für große Augen bei den Sammlern. Wer seine Sammlung verkleinern wollte, konnte sie beim „Bring&Buy“-Raum – dem Flohmarkt – abgeben. Das Team verkaufte die Artikel, am Ende des Tages konnte man nicht verkaufte Dinge abholen und das Geld kassieren. Dabei erhob die „Dokomi“ eine Pauschale von 10 Prozent des Verkaufspreises.

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Kimonos von Hanabira-ya. © Lorraine Dindas
Einmal einen richtigen Kimono anprobieren – das war beim Stand von Hanabira-ya möglich. Die Mädels suchten ein passendes Gewand aus und halfen beim Anziehen – dies kann manchmal bis zu einer Stunde dauern, bis alles richtig sitzt. Der Kimono-Verleih der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf verleiht ihre Stücke auch für Veranstaltungen und private Feste.
Aber auch selbst aktiv werden konnte man bei der „Dokomi“ 2015. In verschiedenen Workshops wurden kreative Mitmach-Aktionen angeboten. So bastelten Besucher Origami, lernten erste japanische Wörter und nähten Schuluniformen. Wer nach dieser Anstrengung einen knurrenden Magen bekam, stärkte sich mit Yakisoba (gebratenen Nudeln) oder Onigiri (gefüllte Reisdreiecke mit Seetang).

Die nächste „Dokomi“ findet vom 30. April bis 1. Mai 2016 statt.
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