Animagic – Ein kleines Stück Japan zu Gast in Bonn

Die Begriffe „Cosplay“, „Anime“ und „Manga“ dominierten am vergangenen Wochenende drei Tage lang die Bundesstadt Bonn. Etwa 16.000 Fans der japanischen Popkultur trafen sich in der Beethovenhalle zur restlos ausverkauften Animanga-Messe Animagic.

Bereits vor dem Außengelände begegneten Bonner wundersamen Gestalten mit farbenfrohen Kostümen, die sogenannten Cosplays (Kostümspiel: aus dem Englischen von Costume und Play). Die beiden 27-Jährigen Julia Hermsen aus Wesel und Sabine Kuchenbecker aus Düsseldorf kamen ebenfalls in prachtvollen Kostümen. Sie verkörperten die Charaktere Jeanne und Finn aus dem Anime „Jeanne – die Kamikaze Diebin“. 2001 lief die japanische Serie auch in Deutschland im TV. „Wir haben beide etwa zwei Wochen an den Cosplays gearbeitet, alles wurde selbst genäht.“ Kennengelernt haben sich die Freundinnen durch einen gemeinsamen Freund, seitdem besuchen sie Animanga-Conventions in ganz NRW.

Sabine (links) und Julia (rechts) im Cosplay © Lorraine Dindas
Sabine (links) und Julia (rechts) im Cosplay © Lorraine Dindas

Für alle Coyplayer hatte die Firma CosBase.de eine tolle Aktion geplant. Jeder verkleidete Besucher konnte sich professionell fotografieren lassen und einen Abdruck des Bildes kostenlos mit nach Hause nehmen.

Ebenfalls auf dem Außengelände befanden sich einige Zelte, die einiges geboten haben. In einem konnten die Besucher zusammen das Cardgame Yu-Gi-Oh spielen oder sich mit Pizzen und Nudeln stärken. Im Zelt mit dem Banner „Dunkelsüß“ gab es viele schöne Dinge, vor allem für Lolitas, zu kaufen.

Am Stand von „Sweet Sakura“ (süße Kirschblüte) bot Inhaberin Johanna Redeker selbst genähte Kleider, Halsbänder und verzierte Hüte an. „Ich habe vor sechs Jahren mit diesem Hobby angefangen und mich ständig weiter entwickelt. Mittlerweile bin ich mit meinem Geschäft teilselbstständig.“ Für eine Hochzeit hat die 31-Jährige bereits ein Brautkleid und Anzug im Gothic-Schneeleoparden-Look angefertigt. „Außerdem durfte ich die Band ‚VII Arc’ ausstatten, die hier heute auftreten wird, das ist echt cool.“

In den Gängen der Beethovenhalle konnte im Foyer weiterhin ausgiebig geshoppt werden. Besonders beliebt waren Plüschtiere, Figuren und weiteres Merchandise der liebsten Serie oder Mangas. Mitgeholfen am Stand von Takagi Books aus Düsseldorf hat Johanna Sparwel alias Miss Neko. Die Studentin fällt besonders durch ihre pinken langen Haare und ihren Outfits im Tokio Street Style auf „Das ist heute der letzte Tag, an dem ich hier arbeite. Ich fliege dann erstmal für ein Jahr nach Kobe, in der Nähe von Kyoto, für zwei Auslandssemester.“

Johanna von "Sweet Sakura" © Lorraine Dindas
Johanna von „Sweet Sakura“ © Lorraine Dindas

In der Gameszone zockten die Gäste zusammen an XBox, Wii U und Co. An allen drei Tagen wurden Neuheiten und Klassiker von Animes in drei verschiedenen Kinosälen gezeigt, darunter Sailor Moon Crystal, High School Fleet und Ronja Räubertochter. Aber es wurde auch gezeichnet, mal am Computer oder auf Leinwand. Bei der Aktion „Tokyopop-Live-Zeichnen“ standen professionelle Mangaka des Hamburger Verlags mit verschiedenen Stiften vor vielen interessierten Besuchern und zeigten live ihr Können.

Ein besonderes Highlight für alle Besucher waren aber die Ehrengäste. Namhafte Mangaka-Zeichner, Synchronsprecher, Showgruppen sowie J-Rock-Bands wie „Star Dream Entertainment“ und „unSayn“ rundeten das umfangreiche Programm perfekt ab.

  • Die nächste Animagic findet vom 4. bis 6. August im Rosengarten in Mannheim statt. Tickets gibt es schon jetzt unter: animagic.tickettoaster.de
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