Thorsten Havener macht Unmögliches möglich

Er ist Buchautor, Mentalist und kann die Körpersprache der Menschen lesen: Thorsten Havener. Bekannt aus TV und Internet präsentiert er seinen „Körpersprache-Code“ und lässt Zuschauer verblüfft zurück.

Dass man einem Menschen nicht ins Gesicht schauen kann, wenn man lügt, das ist kein Geheimnis. Doch warum fassen sich Erwachsene beim Lügen an die Nase und was bedeutet es, wenn die einen beim Beten den rechten Daumen nach oben legen und andere den linken?

In das Geheimnis der Körpersprache führte am Wochenende im Theater und Konzerthaus Solingen Thorsten Havener etwa 500 Zuschauer ein. Der Mentalist und Buchautor tourt aktuell mit seinem Programm „Der Körpersprache-Code“ durch ganz Deutschland.

Gleich zu Beginn der Show sorgte Havener dafür, dass das Publikum tat, was er verlangte. „Das ist das Schönste, ich komme herein und alles applaudiert. Aber das können wir doch noch besser.“ Und alle gehorchten. Doch wer dachte, er könnte einen entspannten Abend verbringen, der täuschte sich. Denn Havener holte für jeden seiner Vorstellungen Personen aus dem Publikum auf die Bühne. „Wisst ihr was das lustige an meinen Shows ist? Immer wenn ich durch die Reihen gehe, merke ich, wie die Menschen, an denen ich vorbei gehe, langsam entspannen.“ Aber zu früh gefreut. Havener ändert gerne seine Richtung.

In der gefürchteten ersten Reihe saßen auch Annkatrin Oehl (29) und ihr Freund Malte Albers (32) aus Gevelsberg. „Mein Freund hat mir die Karten zum Geburtstag geschenkt. Ich habe Thorsten Haveners Bücher gelesen. Es ist interessant, welche Aussagekraft die kleinsten Körperbewegungen haben.“

Aber auch alle anderen waren gefordert. „Legt eure Hände mal so zusammen, als ob ihr beten würdet.“ Alle machten mit. „Diejenigen, die den linken Daumen oben haben, haben statistisch gesehen besseren Sex.“ Gelächter drang durch den Saal. „Fordert beim ersten Date Euer Gegenüber am besten vor dem Essen auf zu beten.“

Sein Tipp: Vor dem Essen beim ersten Date beten

Einen weiteren Tipp hatte er parat: „Erwachsene neigen beim Lügen dazu, sich danach an die Nase zu fassen.“ Das liege daran, dass man beim Lügen erregt sei und die Nase stärker durchblutet wird – der Pinocchio-Effekt. Aber es gibt noch einen weiteren Hinweis, wie man einen Lügner enttarnen kann. „Wir haben erst einen Gedanken, dann reagieren wir mit unserem Körper und sprechen dann“, erklärte der Mentalist. Stimmt die Reihenfolge nicht, werden wir angelogen. „So kann das nächste Date doch gar nicht mehr schief gehen, oder?“

Besonders verblüfft waren die Zuschauer, als er das Paar Nina und Oliver auf die Bühne holte. Als Havener Olivers Arm berührte, spürte seine Freundin genau, wo es passierte, trotz geschlossener Augen und etwa drei Meter Abstand. Vor allem mit seiner Lockerheit und seinem unverschämten Charme zog Havener alle in den Bann. „Es ist verblüffend, dass wir uns genau eine Person unter mehreren Milliarden aussuchen.“ Nina sollte sich Fotos potenzieller Partner anschauen und Oliver finden. „Ach der hier, das ist doch ein nettes Kerlchen oder?“, fragte er sie. Dann ganz trocken zum Publikum: „Das ist ein Foto von mir.“

Bei diesem Spiel ging es um die Wahrnehmung des Gegenübers. „Wir sehen die Welt nur aus dem Winkel, wir sie betrachten. Ändern wir ihn, so sind die Dinge, die vorher unmöglich schienen, doch möglich.“

Ebenfalls erschienen im Solinger Tageblatt
Titelbild: Michael Zargarine
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